Topic: political/Minimal

Ich weiss jetzt nicht, ob die Ausstellung "Minimal Political" in KW dir wirklich gefallen hat. Ich lass gestern ein Artikel im Kunstforum und dachte, dass ich mich mit FADE OUT sehr nah an so einen Begriff fühle. Ob er relevant war in dieser Ausstellung, weiss ich nicht. Ich fand aber die Beschreibung der Arbeit von Alfredo Jarr sehr inspiririend."Er geht in 1994 nach Ruanda und kommt mit 3000 Fotos des Genozids zurück. Auch mit dr gründlichsten Fotorecherche und ihrer anschliessenden Dokumentation hat er nicht das Gefühl dem blutigen Konflikt näher gerückt zu sein. So entscheidet er sich das Problem auszustellen, auf der er als Künstler gestossen war. Er schuf elf grosse Fotolichtkästen, die er mit der Glasfront zu Wand aufhängte. Der Betrachter sieht nur die schwarze Rückwand. Nur über den Titel der Arbeit, Unseen (100 days in 1994) erfährt er, dass die Arbeit auf die Tragödie im Herzen Afrikas anspielt. er beginnt zu ahnen was in den Fotokästen ausgestellt ist..."
Das bringt uns zurück zu Rancière und seine Ueberlegungen über Bild und Text aber auch zu seinen Essay "L'image pensive" in "Le spectateur émancipé". Die ästhetische Bruch der Moderne wird oft als ein Uebergang von ein Regim der Representation zu ein Regim der Präsenz oder der Presentation beschrieben. Rancière sieht zwei Modellen:
Das Modell der autonomie der Kunst, wo die künstlerische Idee übersetzt wird in materiellen Formen in einem Kurzschluss von der Mediation des Bildes.
Das tragische Modell des Erhabenen wo die sensible Präsenz sich manifestiert, ohne jegliche Verbindung zwischen Materie und sensible Realität. Ich muss diesen Artikel nochmals lesen. Für Didi, macht Minimal Art beides.
Ich will mir vielleicht das Katalog von Political Minimal besorgen. Was denkst du?
Die arbeit von Alfredo Jarr sollten wir auf alle Fälle im Auge behalten. Auf alle Fälle.
http://www.alfredojaar.net/
http://www.galerielelong.com/artists/

Re: political/Minimal

ich bring dir den katalog mit! ich behaupte allerdings, dass das werk von jaar gar nicht in der ausstellung war.