Topic: wie weiter? - reply

Lieber Jan,
Ich stimme dir zu. Wir müssen probieren einen Weg zu finden, zusammen zu schreiben. Wie? weiss ich nicht. Du hast es ja schon mal mit einer Polemic versucht. Also eine Form wo wir einander antworten... und antowrten müssen. Wollen wir das nochmals probieren? Vielleicht können wir erst nachdem wir schreibend polemisiert haben, einen gemeinsamen Text produzieren. Und dann ist es auch nicht mehr so wichtig wer den redigiert.

Ich habe angefangen unser Gespräch zu transkribieren. Schon sehr interessant, indeed. Wird aber ziemlich viel Arbeit sein. Ob sich da lohnt? Ja. Ich denke es lohnt sich.

Du hast recht. Ich spiele schon ein bisschen den Skeptiker im Gespräch...

Jean-François Lyotard sagt einfach dieses: "le sublime c'est l'impossibilité de la représentation". Dieser Satz ist, denke ich, für uns von grosser wichtigkeit. Ja. Geht es nicht um Momente wo die Representation zu kurz kommt? Wir hatten ja damals gesagt, dass es um Abstraktion geht. Und in Amsterdam haben wir gemerkt, dass es viel weiter kommt als nur das. Aber geht es nicht um Momente oder Situationen wo die Representation nicht mehr genügt und von dem her eine Porösität/Permeabilität/Transgression zwichen Kunstwerk und Betrachter eingeht?

Ich will weiterhin über "the sublime" lesen. Gerade habe ich ein Buch gekauft und will es lesen.

Der selbe J-F Lyotard behauptet in den 90er Jahren, dass große Erzählungen (wie zb. Die großen Ideologien des XX Jahrhundert) nicht mehr glaubwürdig sind. Kleine Erzählungen (wie aus dem Floklore aber auch das Engagement von einzelnen Bürger in der Gesellschaft) machen im Gegenteil die Differenz. Es ist deutlich, dass es heutzutage eine Rückkehr zu große Erzählungen gibt oder zumindest ein Verlangen danach (Religion, Obama als providenzieller Mann, etc.). Und da spielt das Sublime (ich bin nie sicher ob "Erhaben" echt die richtige Uebersetzung ist) eine wichtige Rolle.

Ich denke übrigens, dass es besser ist, wenn wir einfach auf Englisch schreiben.