Topic: Ikonoklasmus und Nomenklasmus (?)

„Ich bin, der ich bin!“ [Bearbeiten]


Das Bilderverbot hat dabei eine Parallele in der Namenlosigkeit Gottes. Denn Gott selbst hatte seinen Namen nicht preisgegeben:

„Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mich fragen werden: Was ist sein Name? – was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: „Ich bin, der ich bin!“ (hebr. ???? ??? ????). Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: „Ich bin“, der hat mich zu euch gesandt. Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht.“
– (Ex 3,13-15 EU)

Die Textstelle hat für erhebliche Übersetzungsprobleme gesorgt. In der Vulgata lautet Vers 14: dixit Deus ad Mosen ego sum qui sum ait sic dices filiis Israhel qui est misit me ad vos. „Ich bin, der ich bin!“ dürfte demnach die wörtliche Übersetzung sein. Das hebräische Wort für „sein“ klingt an den Gottesnamen JHWH an. Der hebräische Name des Gottes Israels beruht auf dem hebräischen Wort hawa: sein, existieren. Andere Übersetzungsversuche lauten: „Ich werde sein, der ich sein werde“[3] oder „Ich-bin-da“.[4] Nach Erich Fromm ist die Nennung des Namens Gottes am besten mit „Mein Name ist Namenlos“ zu übersetzen.[5]